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Margret Muentzenberg - auch Margarete genannt - wurde am 1. April 1914 in Kassel als Margareta Lenz geboren.

Nach dem Abitur durchlief sie die Ausbildung zur Buchhändlerin und Lektorin und arbeitete in dieser Branche bis zu ihrer Eheschließung mit Otto-Hermann Muentzenberg im Jahre 1938.

Sie verbrachte das gesamte Leben in Ihrer Heimatstadt - mit Ausnahme der Jahre 1944/45, als ihre Wohnung zum vierten Male zerbombt wurde.

Als ihr Mann als Soldat eingezogen wurde, führte sie in der Zeit seiner Abwesenheit seinen Radio- und Elektrobetrieb.

In den Jahren 1943 und 1945 wurden ihre beiden Kinder Michael und Barbara geboren.
Als die Ehe 1952 zerbrach, zog sie ihre beiden Kinder allein auf.

In der Erziehungsberatungstelle im Akazienweg in Kassel ergab sich für sie die Möglichkeit einer Ausbildung zur Fürsorgerin (heute Sozialarbeiterin). Sie arbeitete zunächst mit Kindern und Jugendlichen, später mit psychisch belasteten Erwachsenen.
Ihr wurden Vormundschaften und Pflegschaften übertragen. Außerdem bot sie in ihren Sprechstunden Beratungen und ganz konkrete Hilfen in verschiedenen Lebensumständen an, z.B. für Nichtsesshafte.

Aus regelmäßigen Treffen mit einsamen und psychisch belasteten Menschen entstand die Kontaktgruppe, aus der 1979 - als Margarete Muentzenberg in den Ruhestand ging - der Kontaktladen in der Kunoldstraße hervorging.
Ihm stand sie dreißig Lahre lang bis zu ihrem Tod am 2. April 2009 als Geschäftsführerin vor.

Bis zuletzt war es ihr Anliegen, auch mit Hilfe des Kontaktladens, Gutes zu tun für soziale Einrichtungen und Menschen in Not - in Kassel und in der Welt. Und immer lagen ihr die Kinder besonders am Herzen.

Für ihren Einsatz für Menschen mit psychischen Belastungen und Menschen in Not erhielt Frau Muentzenberg verschiedene Ehrungen, unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Bande, das Bundes- verdienstkreuz 1. Klasse, den Paul-Dierichs-Preis und das goldene Kronenkreuz der Diakonie.


Margret Muentzenberg, 1. 4. 1914 bis 2. 4. 2009